In »Erde und Stein« sind Ausschnitte aus dem Text »Aufzeichnungen aus einem Irrenhaus« von Christine Lavant zu einer neuen Komposition verwoben. Lavant schreibt, nachdem sie wegen eines Suizidversuchs in eine Klinik geht, über ihre Selbstwahrnehmungen, über den Klinikalltag und die implizite Gewalt. Sie stellt die Unbarmherzigkeit der Ökonomie und die Machtverhältnisse dar, das Nicht-Dazugehören und Nicht-Funktionieren. Mit natürlichen und synthetischen Geräuschen habe ich Klangräume kreiert, welche die Situationen für die Zuhörer:innen erfahrbar machen sollen. Vorausgegangen ist eine ausführliche Klangstudie, in der wir innerhalb eines Seminar Geräusche zu verschiedenen Elementen aufgenommen haben. So sind z.B. verfremdete Klänge eines zugefrorenen Sees oder die Vibrationen von Baustellenfahrzeugen in die Kollage mit eingeflossen.
Erde und Stein