Eine Predigt über Liturgie und Wahnsinn, über Zweifel, Wut und die Sehnsucht nach Wahrheit.
In einer sakralen Rauminstallation spricht Christoph Schlingensief in Form einer Puppe über Macht und Medien, über kollektive Hysterie und individuelle Verletzlichkeit. Er fordert, dass der Mensch endlich aufhört, so zu tun, als wisse er, wer er sei und sieht im Scheitern keine Niederlage, sondern die letzte Form von Echtheit. Diese freie Weiterführung seiner Church of Fear stellt keine Antworten bereit. Sie zweifelt und sie fürchtet.
Grafik von Lara Last